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Genossamen


Allgemeine Genossame Reichenburg

Die AGR ist eine aus den Genossen-Geschlechtern, Buff, Burlet, Hahn, Kistler, Menziger, Mettler, Reumer, Schirmer, Schumacher, Spörri, Wilhelm und Zett hervorgegangene altrechtliche Körperschaft des kantonalen öffentlichen Rechts im Sinne von Art. 59 Abs. 3 ZGB mit Sitz in Reichenburg.

Geschichtliches
Die AGR ging aus der alten Bürgerschaft des Dorfes, den Hofleuten, hervor. Ihr gehörten seit jeher die nicht privat genutzten Wälder und Allmenden. Mit der Schaffung der Einwohnergemeinde (der Kantons-und Schweizerbürger) im 19. Jahrhundert konstituierte sie sich als Genossame der Dorfgeschlechter. Die Kistler-Genossame war von Anfang an eine Alpgenossenschaft, dies weitgehend auch heute. Sie vereinigte die Gemeindebürger, welche die Alpen urbar gemacht hatten und nutzten. Da die Wälder allen Hofleuten gehörten, kam es seit Urzeiten immer wieder zu Streitigkeiten zwischen diesen und den Kistlern, um Wegunterhalt und Viehauftrieb, um die Ausweitung der Alpen durch Reuten und Schwenden und anderem mehr. Oftmals musste der Abt von Einsiedeln als Gerichtsherr schlichten und entscheiden, wie dies auch Urkunden aus den Jahren 1481 bis 1734 belegen. Erst der Vertrag von 1906 brachte dauerhaften Frieden.

Mitglieder der Genossame sind, gemäss Statuten gültig ab 1. Januar 2007, die im bisherigen Register der Genossame bereits eingetragenen mitverwaltungsberechtigten Genossenbürger sowie Personen, die dem Genossenrat ein schriftliches Gesuch um Aufnahme ins Mitgliederregister unterbreiten und darin nachweisen, dass sie
  1. unmittelbar von einem jemals im Mitgliederregister eingetragenen mitverwaltungsberechtigten Mitglied der Genossame abstammen
  2. das Schweizerbürgerrecht besitzen
  3. am 1. Januar des Jahres das 20. Altersjahr erfüllt haben
  4. den gesetzlichen Wohnsitz in der Gemeinde Reichenburg haben
  5. in der Folge vom Genossenrat per 1. Januar des der Anmeldung folgenden Jahres im Mitgliederregister eingetragen worden sind.

Die Zugehörigkeit endet bei Aufgabe des gesetzlichen Wohnsitzes in Reichenburg oder bei Verlust der Schweizer Staatsbürgerschaft. Am 1. Januar 2007 waren 280 Mitglieder angemeldet. Das oberste Organ der AGR ist die Genossengemeinde. Diese tritt ordentlich jährlich zweimal zusammen, im März zur Frühlings-, im Oktober zur Herbstgemeinde. Der Genossenrat besteht aus dem Genossenpräsidenten, einem Finanzverwalter und drei weiteren Genossenräten, welche die Ressorts Strassen, Wald- und Forstwirtschaft, Liegenschaften und Wasserversorgung betreuen.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.allgemeinegenossame.ch

 


Kistler-Genossame Reichenburg

Unter dem Namen Kistler-Genossame besteht eine Genossenschaft des kantonalen öffentlichen Rechts mit Sitz in Reichenburg. Die Körperschaft war von Anfang an (wie weitgehend noch heute) eine Alpgenossenschaft. Sie vereinigte diejenigen Reichenburger Familien, welche die Alpen urbar gemacht hatten und nutzten. Früher, laut einer Urkunde betreffend der Freiheit und Gerechtigkeit der Alpgenossen aus dem Jahre 1469, gehörten zehn Geschlechter dazu, unter anderem Kistler, Eberle, Leiss, Klein, Dum, Schieri, Küng und Ruoss. Alle diese Familien sind teils ausgestorben oder teils ausgewandert. So sind nur noch die Kistler, eines der zahlreichsten Geschlechter in Reichenburg, nutzungsberechtigt. 1847 wird die Hirschlenliegenschaft, die früher dem Kloster Einsiedeln gehörte, von der Kistler-Genossame käuflich erworben und landwirtschaftlich genutzt. Zur Selbstversorgung wurden Pflanzteile abgegeben, vor allem während der beiden Weltkriege diente die Hirschlen als Pflanzland. Auf den Kistleralpen wurde im Jahre 1966 der Regiebetrieb aufgehoben, die Alpen mit den rund zwanzig Gebäuden verpachtet. Seit dem gleichen Jahr werden ab den «Hirschlenländern» keine Pflanzteile mehr abgegeben. Dagegen wurde in der unteren Hirschlen ein Vertrag zu einer Kiesausbeutung abgeschlossen. 1970 erfolgte die Bewilligung für eine Tiefbaggerung. Die Kiesausbeutung ist längst abgeschlossen, entstanden ist ein wichtiges Grundwasserreservoir, der Hirschlensee. Das ganze Areal liegt in der Grundwasserschutzzone, unterliegt einer Hausordnung und ist für alle Benutzer ein höchst schützenswerter Erholungsraum. Eigenverantwortung ist gefragt! Das Gebiet der oberen Hirschlen ist ebenfalls Grundwasserschutzzone. Auf diesem Areal nahm die Allgemeine Genossame Reichenburg (AGR) im Jahre 1980 das Grundwasserpumpwerk «obere Hirschlen» in Betrieb. 1970 gründeten die Kistler-Genossame, die AGR, die Gemeinde Bilten und einige Private zwecks Erstellung einer Strasse zu den verschiedenen Alpen und Bergheimwesen die Flurgenossenschaft «Ussberg-Niedern».

Weitere Informationen finden Sie auf: www.kistler-genossame.ch

 
 
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